Indischer Kapuzinerpater in Erbendorf
Wie schon in den letzten Jahren war der indische Kapuzinerpater Mathew Paikada während des Urlaubs von Pfarrer Martin Besold in der Pfarrei als Seelsorger tätig. Am letzten Sonntag erzählte er in den Gottesdiensten von der Situation der Kirche und des christlichen Glaubens in Indien. Mathew Paikada ist Professor für Theologie, hat aber in den letzten 12 Jahren zusammen mit seinem Orden drei Schulen in Zentralindien gegründet. Zur Zeit begleitet er in einem Kloster in Kerala (Südindien) Priester, Ordensleute und Gläubige, die sich zu Exerzitien oder geistlicher Besinnung zurückziehen.
Christliche Gemeinschaften wie die Kapuziner sind in Indien dafür bekannt und geschätzt, sich für die wirtschaftliche und bildungsmäßige Entwicklung der Menschen zu engagieren, unabhängig von ihrer Religion oder ihrem sozialen Hintergrund. Trotz dieses Einsatzes für die Menschen gibt es auch Verfolgungserfahrungen, denen sich Christen ausgesetzt sehen. Mit einem herzlichen Dank für die Unterstützung und Begleitung, die er während seines Aufenthaltes in Erbendorf erfahren hat, beendete Pater Mathew seine Ausführungen. An einer Pinnwand mit Bildern und Informationen aus den Schulen der Kapuziner-Mission, von Maria Preuß in Zusammenarbeit mit Pater Mathew bereitgestellt, konnten sich die Besucher weiter informieren. Kirchenpfleger Alfons Meierhöfer und Pfarrgemeinderatssprecher Holger Popp bedankten sich bei Pater Mathew Paikada für seinen Dienst in Erbendorf. Bei der Vorabendmesse am Samstag Abend gratulierte die Gemeinde mit einem Ständchen den beliebten Seelsorger zu seinem Geburtstag.
Am 12.-15. Oktober wird Pater Mathew noch einmal in der Gegend sein. Im Haus Johannisthal bei Windischeschenbach wird er Exerzitien für Priester, Ordensleute und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirche leiten, unter dem Motto „Berufen, bestärkt und gesandt – zu lieben und zu heilen“.

