Kirchenmusik Ostern 2026
Musik kann mehr ausdrücken, als Worte sagen können. Dies wird besonders in der Heiligen Woche und an Ostern deutlich. Beim Gottesdienst zum Letzten Abendmahl am Gründonnerstag um 20.00 Uhr erklingt zum Gloria festliche Musik mit Orgelklang begleitet vom Festgeläut der Pfarrkirche. Danach schweigen die Glocken und die Orgel bis zur Osternacht. In der Liturgie des Gründonnerstag heißt es: „Wo Güte und Liebe, da wohnet Gott. Christi Liebe hat uns geeint, lasst uns frohlocken und jubeln in ihm!“ Diese Worte greift das Chorwerk „Ubi caritas et amor“ von Ola Gjeilo auf, das der Kirchenchor singen wird.
(Ola Gjeilo, Quelle: wikipedia.de)
Das Stück wurde im Jahr 2008 komponiert und ist geprägt von einer inneren Ruhe. Es greift die Einstimmigkeit des gregorianischen Gesanges auf und wird dann vierstimmig mit berührenden Harmonien weitergeführt. Der aus Norwegen stammende Komponist wurde 1978 geboren. Ola Gjeilo lebt in Laguna Niguel, Kalifornien.
Der Karfreitag stellt das Leiden und den Tod Jesu am Kreuz in den Mittelpunkt. Die Musik ist in den A-capella-Stücken davon geprägt. Zur Kreuzverehrung wird von Klaus Heizmann der Gesang „Vor deinem Kreuz“ zu hören sein. Ein Stück Musik, das einlädt vor dem Kreuz still zu werden und den Tod Jesu zu gedenken. Die Improperien (von lat. improperium: Vorwurf, Schelte) sind Gesänge in der Liturgie der römisch-katholischen Kirche. Sie gehören seit dem frühen Mittelalter zur Feier vom Leiden und Sterben Christi am Karfreitag. Tomás Luis de Victoria hat mit dem Chorwerk „Popule meus“ diese Improperien vertont und werden vom Kirchenchor vorgetragen. Am Ende der Karfreitagsliturgie erklingt von Joseph Kronsteiner aus dem Kreuzweg der hoffnungsvolle Gesang „Mein Leib wird ruhen hoffnungsfroh“.
Diese Hoffnung erfüllt sich in der Osternacht um 5.00 Uhr. Das Kirchenorchester und der Kirchenchor werden die Auferstehung unseres Heilands durch festliche Musik erlebbar machen. Orgel und Glocken stimmen beim Gloria in den Jubel ein und die österliche Freude bricht sich dadurch im Kirchenschiff Bahn. Zu hören sein wird die Missa in F-Dur von Max Filke, Opus 122.
(Max Filke, Quelle: wikipedia.de)
Max Filke wurde am 5. Oktober 1855 als Sohn des Lehrers und Organisten Benjamin Filke geboren. Seine Mutter Amalie, geb. Elsner, war eine Lehrerstochter. Max Filke machte seine musikalischen Studien als Breslauer Domchorsänger, anschließend an der Kirchenmusikschule Regensburg. 1891 wurde er Domkapellmeister in Breslau und Gesangslehrer am Priesterseminar,
Ein besonderes Werk darf in der Osternacht nicht fehlen. Das Halleluja von Georg Friedrich Händel. Dieses Stück stammt aus dem Oratorium „Der Messias“. Das Werk wurde im April 1742 in Dublin uraufgeführt. Mit der gesungenen Vesper durch die Männerschola am Abend um 19.00 Uhr geht der Ostersonntag zu Ende.
Die österliche Freude geht am Ostermontag weiter. Der Steinwaldchor gestaltet die Messe in Wäldern musikalisch. Österliche Chorgesänge künden in der Peterskirche von der Auferstehung. Die Emmaus-Geschichte greift der Kinderchor Cantemus Kids am Ostermontag um 10.00 Uhr im Gottesdienst in der Pfarrkirche auf. In einem Stück berichten die jungen Sängerinnen und Sänger von den Jüngern, die traurig und verzweifelt nach Emmaus gehen. Als sie plötzlich Jesus erkennen, begreifen sie, dass er auferstanden ist und werden so von der Osterfreude erfüllt.
